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Plus-Energie-Gebäude

Stetig steigende Energiepreise und das veränderte Umweltbewußtsein der Bevölkerung fordert eine stetige Verringerung des Energiebedarfs unserer Gebäude. Verschiedene Konzepte werden am Markt diskutiert (Drei-Liter-Haus, Passivhaus usw.). Ein neuer Ansatz zum Energiebedarf von Gebäuden geht dabei noch einen Schritt weiter und fordert, dass ein Gebäude über ein Jahr gesehen nicht möglichst wenig Energie verbraucht, sondern unter dem Strich bezogen auf Primärenergie mehr Energie produziert als benötigt. Gebäude, die dieser Forderung gerecht werden, können den Plus-Energie-Gebäuden zugeordnet werden. Natürlich ist dieser Ansatz nur möglich durch die Betrachtung und Bilanzierung eines ganzen Jahres, da Heizenergiebedarf typischer Weise im Winter, die Erzeugung von Strom aus Photovoltaik hauptsächlich im Sommer möglich ist.
Eine Anwendung dieses Konzeptes ist auf sämtliche Gebäudetypen möglich, wenn auch mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden belegt.

Da bei der Betrachtung auch der zur Gebäudenutzung benötigte Strom bilanziert wird, ist es umso schwieriger ein Plus-Energie-Bürogebäude zu realisieren. Der Stromverbrauch durch moderne EDV usw. ist in diesen Gebäuden spezifisch recht hoch, sodass hier sehr hohe Energiegewinne durch andere Systeme erwirkt werden müssten. Bei Schulen ist es erfahrungsgemäß etwas anders, da hier z.B. EDV-Technik bislang nur mäßig genutzt wird. Zur Prüfung der Machbarkeit des Plus-Energie-Konzeptes wird gerade eine Plus-Energie-Schule in Rostock gebaut. In einem vom BMWi geforderten Projekt wird hier der Ansatz auf Umsetzbarkeit und Effektivität geprüft. Zu dem Projekt gehört auch die dreijährige Messung der Energieströme im Gebäude um wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu erhalten.

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