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Schule, Babenhausen

Für die geplante Generalsanierung des Bestandsgebäudes der Mittel- und Realschule Babenhausen führte energum unter anderem den EnEV-Nachweis (2009) und stellte detaillierte Berechnungen zu Wärmebrücken an. Außerdem prüfte energum, ob das Projekt für Fördermittel infrage kam und welche dies sein könnten. Die Sanierungsmaßnahme umfasst den gesamten Schulkomplex. Im Erdgeschoss und den beiden Obergeschossen werden die Fassade und das Dach saniert. Außerdem werden Fenster und Außentüren getauscht sowie das Flachdach gedämmt. Die Beheizung des Gebäudes stellt eine große Besonderheit dar. Die Schule soll an das geplante Nahwärmenetz angeschlossen werden. Dieses – und das ist die Innovation – wird mit Wärme aus einer tiefen geothermischen Bohrung gespeist. Diese Bohrung liefert ohne weitere Anlagentechnik bis zu 100°C heißes Wasser. Hierzu wurde eine Sonde ca. 3000 m tief ins Erdreich eingebracht. Die innovative Wärmequelle erlaubt einen Primärenergiefaktor von 0,0. Der Wärmequelle und der umfangreichen energetischen Sanierung ist es dann auch zu verdanken, dass eine Unterschreitung der EnEV-Anforderung im Bereich der Primärenergieanforderung von 78,8% und der Hüllflächenanforderung von 24,2% nachgewiesen werden konnte. Durch die nachträglich nicht dämmbaren Fußböden im EG erreichte das Gebäude erst dank der von energum durchgeführten, ausführlichen Berechnung und Nachweisführung der einzelnen Wärmebrücken die Anforderungen des KfW-Effizienzhaus 85 und ist somit förderfähig.

Ansicht Schule, Babenhausen
Ansicht Wärmebrückenberechnung

Bauherr: Schulverband Mittelschule und Zwecksverband,
Staatliche Realschule Babenhausen

Bild 1 © agn Niederberghaus & Partner
Bild 2 © energum