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Plus-Energieschule, Rostock

Laut Europäischer Gebäuderichtlinie (2010/31/EU; Artikel 9) werden ab 2019 Neubauten der öffentlichen Hand sowie ab 2021 alle übrigen Gebäude als „Niedrigstenergiegebäude“ ausgeführt werden müssen. In der Richtlinie wird der Begriff „Niedrigstenergiegebäude“ mit einem Energiebedarf von fast „0“ definiert, wobei der verbleibende geringe Bedarf aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt wird. Das Konzept der Plusenergieschule zielt auf die Wirtschaftlichkeit vieler Komponenten zum heutigen Zeitpunkt ab, versucht aber gleichzeitig die Weiterentwicklung über das Niedrigst- energiegebäude hinaus. Durch eigene Stromproduktionen über PV, Windkraftanlagen und einer ORC-Anlage soll die Schule zum Energieproduzenten (Basis Primärenergie) werden. energum hat nun gemeinsam mit dem Fraunhofer ISE sowie weiteren kompetenten Partnern die Aufgabe, im Rahmen eines dreijährigen Monitoring den energetischen Erfolg dieser Maßnahme nachzuweisen und außerdem die aktuelle Norm DIN V 18599 zu validieren. Als Grundlage für das Monitoring und die Datenauswertung dienen über 200 Sensoren, die überwiegend nach Vorgabe von energum im Baukörper installiert wurden. Das Projekt gilt in der Branche als richtungweisend und wird daher im Rahmen des Technologieprogramms „Klimaschutz und Energieeffizienz“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (Bestandteil des 5. Energieforschungsprogrammes der Bundesregierung) sowie vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Ansicht Plus-Energieschule, Rostock
Ansicht Schnitt Solargewinnung
Ansicht Isometrie
Ansicht Energiekonzept

Leistungen: Energiekonzepterstellung, Simulation und Monitoring einer Plus-Energie-Schule
Bauherr: Hansestadt Rostock
Architektur: Institut für Gebäude+Energie+Licht Planung, Wismar
Haustechnik: K & S Ingenieurplanung GmbH, Rostock
Bauphysik: ISBB Prof. Mainka