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Strafjustizzentrum München

Die EnEV 2013 eröffnete neue Wege, indem sie für den Einsatz regenerativer Energien bei gekühlten Gebäuden den Nachweis erleichterte und erstmalig das Wirtschaftlichkeitsgebot für den Sonnenschutz ausdrücklich zulässt. Die Beauftragung durch das Staatliche Bauamt München 1 für das Strafjustizzentrum bot uns eine Gelegenheit diese Neuerungen erstmalig in großem Umfang zu nutzen.
Kann man mit dem Ziel der architektonischen Aufwertung in Bibliothek und Foyer auf einen aktiven Sonnenschutz ver- zichten und dennoch das geltende Baurecht einhalten? Ist mit einer Pfosten-Riegel-Fassade eine passivhausnahe Gebäude- hülle möglich?
Nach umfangreichen Simulationen, Wirtschaftlichkeitsberech- nungen sowie Fassadennachweisen konnten wir beide Fragestellungen bejahen. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass eine Sonnenschutzverglasung kombiniert mit Verschattung durch Außenwandversprünge bereits ein sehr wirksamer Sonnenschutz ist. Trotzdem ist es wichtig, die thermische Behaglichkeit innen zu untersuchen und nach- zuweisen. Intensive Berechnungen und Hersteller- kontakte ergaben zudem, dass es möglich ist, Pfosten-Riegel-Fassaden als passivhausnahe Gebäudehüllen auszugestalten. Diesen Berechnungen haben wir sehr gute Fassadenbauteile zugrunde gelegt, die fast alle gängigen Hersteller im Programm haben.

energum unterstützt die Planung mit Nachweisen und Simulationen für das Projekt Strafjustizzentrum München

Leistungen: Passivhaus, Simulation, EnEV
Auftraggeber: Staatliches Bauamt München 1
Projektleitung: Dr. Heiko Winkler

Visualisierung: Frick Krüger Nusser Plan2 Architekten / archlab