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Jun 2017

IRBau Auftaktkonferenz - Anja Rosen im Dialog

Die ‚Initiative Ressourcenschonende Bauwirtschaft‘ (IRBau) hat sich mit einer gut besuchten Konferenz am 31. Mai in Berlin erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt und dabei den effizienten Einsatz von Ressourcen im Bauwesen thematisiert. Anja Rosen, Mitarbeiterin der energum und Gründungsmitglied der IRBau, nahm an der Podiumsdiskussion teil und erläuterte die Rolle der Architekten bei der Umsetzung des zirkulären Bauens.
„Wichtig ist zunächst, dass wir uns als Architekten unserer Verantwortung für den Ressourcenverbrauch der von uns geplanten Bauwerke bewusst werden“, so die Nachhaltigkeitsexpertin Anja Rosen in der Diskussion. „Ein wichtiger Faktor ist der Austausch von Wissen. Wir setzen auf die Kooperation mit Hochschulen und haben gemeinsam mit der Bergischen Universität Wuppertal den Urban Mining Student Award initiiert. Der Wissensvorsprung wird uns Wettbewerbsvorteile verschaffen - nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.“
Die IRBau nannte als wichtigen Beweggrund für ihre Gründung, dass Recycling in der Baubranche trotz hoher Zukunftsrisiken und -potentiale noch viel zu wenig Beachtung fände. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im BMUB, erläuterte die Rahmenbedingungen der deutschen Umweltpolitik beim Übergang zur modernen Kreislaufwirtschaft. . Weitere Redner waren unter anderen Matthias Kopp vom WWF Deutschland und Prof. Annette Hillebrandt von der Universität Wuppertal. Letztere forderte einen „Gebäude-Rohstoff-Pass“, um mehr Transparenz über die Materialzusammensetzung aller im Bauwesen verwendeten Stoffe und eine erhöhte Produktverantwortung der Hersteller zu erreichen.
Die IRBau ist eine unabhängige Allianz von Mitgliedern aus Industrie, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Sie entwickelt gemeinsame Ziele zur Ressourcenschonung und kommuniziert diese an relevante Zielgruppen.

Foto: IRBau